Reboarder ohne Isofix: Test, Vergleich und Kaufratgeber

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Unser Favorit: Britax Römer First Class Plus Reboarder ohne Isofix
279 Amazon.de Bewertungen
Unser Favorit: Britax Römer First Class Plus Reboarder ohne Isofix

  • Einbau mit dem 3-Punkt-Gurt des Fahrzeugs
  • Mitwachsend: Kann rückwärts gerichtet von Geburt bis 13 kg und vorwärts gerichtet von 9 bis 18 kg verwendet werden
  • Herausnehmbarer Neugeborenen-Einsatz für eine komfortable und ergonomische Liegeposition
  • Mehrfach verstellbare Sitzpositionen bieten zusätzlichen Komfort
  • 5-Punkt-Gurtsystem mit Spezial-Schulterpolstern für extra Sicherheit
  • In Großbritannien hergestellt

Mithilfe eines Reboarders schützt Du Dein Kind bestmöglich vor den Gefahren des Straßenverkehrs, darin sind sich Experten einig. Allerdings werden die meisten rückwärts gerichteten Kindersitze mit der Isofix-Befestigung im Auto gesichert. Was also tun, wenn das eigene Auto über keine solche Befestigungsvorrichtung verfügt?

Die Lösung heißt: Reboarder mit Gurtbefestigung. Diese Reboarder-Kindersitze kommen ganz ohne Isofix aus und sind laut dem ADAC genauso sicher. Auf dieser Seite zeigen wir Dir wichtige Informationen auf und geben Dir einige Produktempfehlungen zu Reboardern ohne Isofix.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Reboarder sind um einiges sicherer als vorwärts gerichtete Kindersitze: hier lesen, warum
  • Laut ADAC ist ein Reboarder mit 3-Punkt-Gurt-Befestigung genauso sicher wie die Modelle, die mit Isofix gesichert werden: mehr Informationen
  • Für Kinder bis 9 Monate sind rückwärts gerichtete Kindersitze Pflicht, für Kinder bis 4 Jahren wird der Reboarder von Experten empfohlen
  • Die wichtigsten Kriterien sind neben der Sicherheit folgende: 360-Grad-Drehfunktion, verstellbare Liegefunktion, pflegeleichtes und bequemes Material
  • Sowohl ADAC als auch die Stiftung Warentest haben Reboarder ohne Isofix Praxistests unterzogen: zu den Ergebnissen

Die besten Reboarder ohne Isofix: Favoriten der Redaktion

1. Britax Römer First Class Plus: sicherer Reboarder für Sparfüchse

Der Britax Römer First Class Plus ist ein Reboarder ohne Isofix, der besonders durch sein unschlagbares Preis-Leistungs-Verhältnis überzeugt. Hier wurde nicht an der Sicherheit gespart. Dieser Kindersitz ist vor allem bei einem kleineren Budget unschlagbar.

Besonderheiten:

  • Herausnehmbarer Neugeborenen-Einsatz für eine komfortable und ergonomische Liegeposition
  • Mehrfach verstellbare Sitzpositionen bieten zusätzlichen Komfort
  • 5-Punkt-Gurtsystem mit Spezial-Schulterpolstern für extra Sicherheit
  • Einbau mit dem 3-Punkt-Gurt des Fahrzeugs
  • Mitwachsender Kindersitz: Kann rückwärts gerichtet von Geburt bis 13 kg und vorwärts gerichtet von 9 bis 18 kg verwendet
    werden
  • Schnell abnehmbarer und maschinenwaschbarer Sitzbezug
  • Zugelassenes Körpergewicht: 0-18 kg
  • Empfohlenes Alter: von Geburt an bis 4 Jahre
  • Normgruppe: 0+/1
  • Befestigung: 3-Punkt-Gurt (ohne Isofix)
  • Sitzrichtung: Rückwärtsgerichtet und Vortwärtsgerichtet (ab 13 kg)
  • Gewicht des Kindersitzes: etwa 8,5 kg

Redaktionelle Einschätzung:

Der First Class Plus ist für Babys ab der Geburt bis zu einem maximalen Körpergewicht von 18 kg (circa 4 Jahre) geeignet. Hier gilt es allerdings zu beachten, dass der Sitz ab 13 kg Körpergewicht nur noch in Fahrtrichtung benutzt werden darf.

Dank dem Neugeborenen-Einsatz und der Liegeposition bietet er selbst den kleinsten Passagieren maximalen Komfort und Sicherheit. Der First Class Plus vereint die Vorteile einer Babyschale mit denen eines Kindersitzes und passt sich der Größe des Kindes somit optimal an.

Der Sitz ist in 5 verschiedenen Farben erhältlich und der Bezug besteht zu 100 % aus Polyester. Er ist ganz einfach abnehmbar und kann in der Waschmaschine gewaschen werden.

Da dieser Reboarder eine universelle Zulassung hat und kein Isofix benötigt, passt er in fast jedes Auto. Das macht ihn zu einem absoluten Allround-Talent. Wenn Du also planst den Kindersitz in verschiedenen Autos zu benutzen, ist der First Class Plus eine geeignete Option. Falls Du den Sitz auf dem Beifahrersitz einbauen möchtest, muss zwingend darauf geachtet werden, dass der Airbag ausgeschaltet ist.

Mit ein wenig Übung lässt sich der First Class Plus sehr einfach und schnell ein- und wieder ausbauen. Statt mit Isofix wird er mit dem 3-Punkt-Gurt des Fahrzeugs befestigt. Das Kind selbst wird mit einem für Britax-Sitze typischen 5-Punkt-Gurt gesichert. Die Spezial-Schulterpolster sorgen im Falle eines Unfalls für extra Sicherheit.

Britax Römer First Class Plus im Test

Leider wurde dieser Sitz im deutschsprachigen Raum noch nicht von offizieller Stelle getestet. Der Hersteller verfügt allerdings, über höchst moderne Testzentren, in denen die Kindersitze ausgiebig getestet werden.

2. Axkid Minikid 2.0: einer der sichersten Kindersitze überhaupt

Ein weiterer Reboarder mit Gurtbefestigung ist der Axkid Minikid 2.0. Er kann bis 25 kg ausschließlich rückwärts genutzt werden und hat den schwedischen Plus-Test bestanden. Somit ist dieser Sitz einer der sichersten Kindersitze auf dem Markt.

Besonderheiten:

  • Kann bis 25 kg Körpergewicht rückwärts genutzt werden
  • Ein zusätzlicher Seitenaufprallschutz schützt Dein Kind beim Seitencrash
  • Ausschließlich rückwärts mit dem 3-Punkt-Gurt des Fahrzeugs zu befestigen
  • Extra Komfort dank weicher Kopfstütze mit dicker Polsterung, die sich automatisch an die Größe Deines Kindes anpasst
  • Sitzverkleinerer im Lieferumfang enthalten (für Neugeborene)
  • Zugelassenes Körpergewicht: 0-25 kg
  • Empfohlenes Alter: von Geburt an bis 6 Jahre
  • Normgruppe: 0+/1
  • Befestigung: Sicherheitsgurtbefestigung (lass Dich nicht von dem Amazon-Angebot verwirren. Dieser Reboarder benötigt kein Isofix!)
  • Sitzrichtung: Rückwärtsgerichtet
  • Gewicht des Kindersitzes: ca. 11 kg

Redaktionelle Einschätzung:

Beim Axkid Minikid 2.0 wird das Thema Sicherheit großgeschrieben. Er hat den härtesten Crashtest der Welt aus Schweden bestanden und hat unter anderem in Schweden und Großbritannien verschiedene Auszeichnungen erhalten. Doch auch Design und Farbauswahl lassen keine Wünsche offen. Du kannst aus 9 verschiedenen Farben in 2 unterschiedlichen Stoffqualitäten (Standard und Premium) wählen.

Die Bezüge sind abnehmbar und lassen sich einfach in der Waschmaschine waschen.

Ganz besonders zeichnet sich dieser Reboarder aber durch seine sehr lange Nutzungsdauer aus. Bis zu einem Körpergewicht von 25 kg kann Dein Kind diesen Sitz nutzen. Er ist zwar ab Geburt zugelassen, empfohlen wird aber die Nutzung ab circa 9 Monaten. Ein Sitzverkleinerer ist mit dabei und dieser wird bis zu einem Alter von circa 2 Jahren empfohlen.

Für zusätzlichen Komfort lässt sich dieser Kindersitz in 5 verschiedene Positionen einstellen. Die Kopfstütze passt sich automatisch an die Länge und Größe Deines Kindes an.

Befestigt wird der Minikid 2.0 mit dem 3-Punkt-Gurt des Fahrzeugs und zwei mitgelieferten Spanngurten. Du kannst individuell entscheiden mit wie viel Beinfreiheit Du ihn einbaust. Je nachdem wie viel Beinfreiheit Dein Kind benötigt, richtet sich auch der Platz, den der Sitz im Auto einnimmt. Er lässt sich variabel an unterschiedliche Situationen und Autos anpassen. Falls die Sitzbank im Auto sehr steil sein sollte, kannst Du auch einen Keil zum unterlegen dazu kaufen und so die Neigung des Sitzes positiv beeinflussen. Die selbst straffenden Spannungsgurte machen den Einbau einfach und unkompliziert, doch auch hier wird etwas Übung beim Einbau benötigt.

Axkid Minikid 2.0 im Test

Der Axkid Minikid 2.0 wurde bisher von keinem deutschsprachigen Verbrauchermagazine wie die Stiftung Warentest oder ADAC getestet.

Allerdings hat der Reboarder ohne Isofix den schwedischen Plus Test bestanden, bei dem Kindersitze noch höhere Anforderungen als nach den europäischen Normen erfüllen müssen. Diesen hohen Ansprüchen werden nur die wenigsten Kindersitze gerecht.

3. Joie Verso Reboarder: der Kindersitz für 12 Lebensjahre

Sehr beliebt bei den Eltern ist der Joie Verso Reboarder-Kindersitz vor allem wegen seiner langen Nutzungsdauer. Dieser Sitz kann für alle Altersklassen von Geburt an bis zum Ende der Kindersitzpflicht genutzt werden. Also: eine Investition, die sich lohnt!

Besonderheiten:

  • 3-teiliger herausnehmbarer, individuell anpassbarer Neugeborenen-Einsatz
  • Rückwärts gerichtet verwendbar ab Geburt bis 18 kg (circa 4 Jahre)
  • In Fahrtrichtung verwendbar von 15 bis 36 kg (circa 12 Jahre)
  • Guard Surround Safety (TM): beidseitig ausklappbarer Seitenaufprallschutz
  • Kopfstütze in 10 verschiedene Positionen verstellbar
  • Isofix-Konnektoren für die Verwendung als Gruppe 2/3 Sitz
  • Zugelassenes Körpergewicht: 0-36 kg
  • Empfohlenes Alter: von Geburt an bis 12 Jahre
  • Normgruppe: 0+; 1; 2; 3
  • Befestigung: 3-Punkt-Gurt, Isofix für die Benutzung zwischen 15 und 36 kg
  • Sitzrichtung: Rückwärtsgerichtet und Vortwärtsgerichtet
  • Gewicht des Kindersitzes: 7kg ohne Neugeborenen-Einsatz, etwa 12 kg mit Neugeborenen-Einsatz

Redaktionelle Einschätzung:

Mit dem Verso Kindersitz hat der Hersteller Joie einen Sitz auf den Markt gebracht, der in jedes Auto mit 3-Punkt-Gurt passt. Er hat weder Stützfuß noch Spanngurte und muss einfach nur mit dem 3-Punkt-Gurt im Auto befestigt werden.

Du kannst bei dem Sitz zwischen 4 Farben wählen und die Sitzbezüge lassen sich abnehmen und in der Waschmaschine waschen. Das ist vor allem bei so langer Nutzungsdauer ein sehr wichtiges Merkmal.

Du kannst den Joie Verso ab Geburt bis 18 kg Körpergewicht rückwärts gerichtet nutzen. Im Lieferumfang ist ein 3-teiliger Neugeborenen-Einsatz enthalten. Dieser lässt sich individuell anpassen, damit Dein Baby immer gut in den Sitz passt. Vorwärts gerichtet kann der Verso ab 15 kg genutzt werden. Hier wird Dein Kind dann wie in einem großen Kindersitz mit dem Autogurt angeschnallt.

Beim Anpassen der Kopfstütze in die Höhe wird der Sitz auch automatisch breiter und bietet Deinem wachsenden Kind somit über Jahre hinweg ausreichend Platz.

Auch der Komfort kommt hier nicht zu kurz. Der Sitz hat rückwärts gerichtet zwei Ruhepositionen und in Fahrtrichtung kannst Du die Neigung vierfach verstellen. Die Kopfstütze und das Gurtsystem können einhändig in zehn verschiedenen Positionen angepasst werden und sitzen daher jederzeit optimal. Die Gurte haben eine sehr gute Polsterung und sind deswegen besonders bequem. Der Sitz hat zusätzlich ein spezielles Luftzirkulationssystem um Schwitzen zu verringern.

Joie Verso Reboarder im Test

Beim ADAC Test bekam der Sitz insgesamt die Note “befriedigend”. In puncto Sicherheit und Bedienung gab es hier ebenfalls ein “befriedigend” und in Sachen Komfort fiel die Bewertung mit “sehr gut” um einiges besser aus. Die Verarbeitung wurde mit “gut” benotet.

Im Punkt Sicherheit lautete der einzige Mangel “Durchschnittliches Verletzungsrisiko beim Frontcrash”. Auch die anderen Nachteile sind hinnehmbar, wenn man bedenkt, dass der Sitz einen Kompromiss zwischen 4 verschiedenen Sitzkategorien darstellt und über einen so langen Zeitraum verwendet werden kann. Deshalb können wir den Joie Verso nach wie vor empfehlen.

Hier kannst Du Dir die Einzelheiten zu Test ansehen: Joie Verson im ADAC-Test.

4. Britax Römer Multi-Tech III: vielseitiger Reboarder für Kinder bis 6 Jahre

Der Britax Römer Multi-Tech III ist ein mitwachsender Kindersitz, der vor allem durch seine Vielseitigkeit überzeugt. Er kann ohne Isofix bis zu einem Körpergewicht von 25 kg rückwärts gerichtet oder wahlweise auch vorwärts gerichtet genutzt werden.

Besonderheiten:

  • Mitwachsender Kindersitz: lässt sich auch in der Breite verstellen
  • Zusätzliche Sicherheit beim Seitencrash durch Seitenaufprallschutz-Technologie
  • Langes rückwärts gerichtetes Fahren möglich
  • Flexibler Einbau sowohl vorwärts- als auch rückwärts gerichtet
  • Kopfstütze und Schultergurte lassen sich mit einer Hand verstellen und auf die Größe des Kindes abstimmen
  • Schnell abnehmbarer und maschinenwaschbarer Sitzbezug
  • Spezial-Schulterpolster für zusätzlichen Schutz
  • Zugelassenes Körpergewicht: 9-25 kg
  • Empfohlenes Alter: ab ca. 9 Monaten bis 6 Jahre
  • Normgruppe: 1/2
  • Befestigung: 3-Punkt-Gurt (in Fahrtrichtung), 3-Punkt-Gurt  + Stützfuß + Haltegurte (entgegen der Fahrtrichtung)
  • Sitzrichtung: Rückwärtsgerichtet und Vortwärtsgerichtet
  • Gewicht des Kindersitzes: 10,5 kg

Redaktionelle Einschätzung:
Der Multi-Tech III des Herstellers Britax Römer ist ein Kindersitz der Gruppe 1/2. Er ist für Kinder mit einem Körpergewicht von 9 bis 25 kg zugelassen, was einem Alter von circa 9 Monate bis 6 Jahre entspricht. Besonders praktisch ist die Tatsache, dass Dein Kind sowohl entgegen der Fahrtrichtung gerichtet mitfahren kann, als auch in Fahrtrichtung.

In Fahrtrichtung wird der Multi-Tech III einfach mit dem 3-Punkt-Gurt des Fahrzeuges befestigt. Beim Einbau entgegen der Fahrtrichtung muss der Sitz zusätzlich noch mit einem Stützfuß und durch Haltegurte befestigt werden. Um extra Sicherheit und den richtigen Einbau des Sitzes zu gewährleisten, verfügt dieser Kindersitz zusätzlich über Einbauindikatoren.

Für die Sicherung Deines Kindes hat der Multi-Tech III ein 5-Punkt-Gurtsystem, welches sich zusammen mit der Kopfstütze verstellen und auf die Größe des Kindes anpassen lässt. Die Kopfstütze lässt sich ganz einfach einhändig verstellen. Der Sitz ist auch in der Breite variabel verstellbar und lässt sich somit optimal an Dein wachsendes Kind anpassen. Für zusätzlichen Komfort sorgen die speziellen Schulterpolster, welche bei einem Unfall den empfindlichen Hals des Kindes besonders schützen sollen.

Um bei einem Seitencrash zusätzliche Sicherheit zu bieten, ist der Multi-Tech III mit einem speziellen Seitenaufprallschutz ausgestattet. Dieser wird an der Seite zur Fahrzeugtür angebracht.

Der Bezug des Sitzes ist abnehmbar und kann in der Maschine gewaschen werden. Du hast hier die Wahl zwischen 3 verschiedenen Farben: Storm Grey, Burgundy Red und Cosmos Black.

Britax Römer Multi-Tech III im Test

Leider gibt es für diesen Sitz noch keine offiziellen Crashtests. Der Hersteller hat allerdings eigene Testzentren mit modernen Crashtest-Anlagen in denen der Sitz auf Herz und Nieren geprüft werden bevor sie auf den Markt kommen.

Was ist ein Reboarder-Autositz?

Unter Reboardern versteht man Kindersitze, die entgegen der Fahrtrichtung im Auto befestigt werden. Auf diese Art und Weise werden Kinder bei einem Unfall einem deutlich kleineren Risiko ausgesetzt.

Babys bis zu einem Alter von 9 Monaten dürfen sogar ausschließlich rückwärts gerichtet im Auto mitgenommen werden. Die meisten Reboarder sind allerdings nicht nur für Neugeborene geeignet, sondern wachsen mit dem Kind mit, sind also in ihrer Größe verstellbar. Meist ist eine Verwendung bis zum 4. Lebensjahr vorgesehen.

Kindersitz Reboarder ohne Isofix Test und Vergleich

Auf den Punkt: Der Begriff Reboarder bezeichnet alle Kindersitze mit denen Babys und Kinder entgegen der Fahrtrichtung im Auto mitgenommen werden.

Warum Reboarder sicherer sind als andere Autositze

Mittlerweile bestreitet niemand mehr, dass Reboarder die sicherste Variante des Transports für Babys ist. Doch viel zu viele Eltern wechseln bereits ab dem 1. Geburtstag auf einen vorwärts gerichteten Kindersitz. Eine schlechte Entscheidung, wie sich Experten einig sind. So empfehlen die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, der Verkehrssicherheitsrat, ADAC und viele unabhängige Verkehrs- und Unfallmediziner Kinder bis zu einem Alter von 4 Jahren im Reboarder zu transportieren. Aber warum?

Expertenrat: So kommt zum Beispiel der Reboard-Kindersitze e.V. zu dem Schluss: “Kleinkinder fahren bis zum Alter von vier Jahren in rückwärts gerichteten Kindersitzen 5x sicherer!“

Dies hat insbesondere mit dem Größenverhältnis zwischen Kopf und Körper beim Kleinkind zu tun. Das Gewichtsverhältnis zwischen Kopf und Körper beträgt bei kleinen Kindern noch etwa 25 %, während es beim Erwachsenen auf 6 % schrumpft.

Bei einem Frontaufprall im herkömmlichen vorwärts gerichteten Kindersitz wird das Kind vom Sicherheitsgurt gehalten, während der Kopf mit enormer Wucht nach vorne geschleudert wird. So werden Kräfte auf Hals und Nacken freigesetzt, die schlimmstenfalls zu Rückenmarksverletzungen, Querschnittslähmungen oder sogar dem Tod führen können.

Ganz anders verhält es sich allerdings beim Reboarder: Hier wird die Aufprallenergie viel gleichmäßiger auf den gesamten Rücken verteilt und der Kopf und Nacken werden in den Sitz gedrückt und somit stabilisiert. Somit wird das Risiko schwerwiegender Verletzungen auf ein Minimales reduziert.

Mithilfe des folgenden Videos kannst Du Dir den Unterschied und die Auswirkungen auf die Sicherheit noch einmal genau vorstellen:

Reboarder ohne Isofix befestigen: Gurtbefestigung

Wenn Du auf dieser Seite gelandet bist, hast Du Dich sicherlich schon für einen Reboarder ohne Isofix entschieden. Vielleicht verfügt Dein Auto über keine Isofix-Befestigung, vielleicht soll der Sitz auch im Auto der Fahrgemeinschaft oder der Oma passen. Vielleicht hast Du aber auch einen Kleinwagen, bei dem Serienmäßig keine Befestigungsösen für Isofix verbaut sind. Du möchtest also in der Befestigungsart des Reboarders flexibel bleiben und dagegen spricht auch überhaupt nichts.

Expertenrat: Laut ADAC ist eine Befestigung des Reboarders mit 3-Punkt-Gurt genauso sicher wie die Sicherung mit Isofix.

Das einzige kleine Manko ist die Fehleranfälligkeit beim Einbau des Kindersitz-Reboarders ohne Isofix. Der Gurt muss genau dem vom Hersteller vorgeschriebenen Verlauf folgen und nach der Arretierung möglichst straffgezogen werden. Die meisten Hersteller haben dieses Problem erkannt und markieren den Verlauf farblich oder legen eine ausführliche und verständliche Bedienungsanleitung bei.

Reboarder-Autositze mit Gurtbefestigung werden normalerweise mit dem 3-Punkt-Gurt gesichert. Der Beckengurt mit nur 2-Befestigungspunkten, wie er auf dem mittleren Sitz vieler Autos vorhanden ist, reicht nicht aus.

Reboarder ohne Isofix Test: Welcher ist der Beste?

Verbrauchermagazine wie die Stiftung Warentest, Ökotest oder ADAC erweisen uns einen großen Dienst, wenn es um die Auswahl eines sicheren Kindersitzes handelt. In aufwändigen Crashtests und Laborprüfungen werden jedes Jahr viele Sitze auf Herz und Nieren getestet – darunter befinden sich auch gelegentlich Reboarder ohne Isofix.

In unserer Tabelle geben wir Dir eine Übersicht über aktuelle Kindersitz-Tests.

⇔ In der Tabelle scrollen ⇔

TestmagazinReboarder ohne Isofix Test vorhanden?Veröffentlichungs-JahrKostenloser ZugangLink
Stiftung WarentestJa, es wurden Reboarder-Kindersitze getestet2020NeinLink
öko TestKeinen Test gefunden------
Konsument.atJa, Reboarder Test durchgeführt2019NeinLink
Ktipp.chJa, Test gefunden2013JaLink
ADAC.deJa, Reboarder ohne Isofix wurden von ADAC getestet2019JaLink
ÖAMTCÖAMTC hat Reboarder-Kindersitze getestet2019JaLink

Reboarder ohne Isofix Test der Stiftung Warentest

Die Verbraucherorganisation Stiftung Warentest ist in Deutschland eine beliebte Anlaufstelle um sich über die Güte von verschiedensten Produkten zu informieren. Also kann man sich auch bei Reboardern mit Gurtbefestigung auf das Testurteil der Organisation verlassen.

Die Stiftung hat mittlerweile über 500 Kindersitze getestet. Dabei waren auch einige Reboarder ohne Isofix, wie zum Beispiel der oben vorgestellte Joie Verso Reboarder.

Allerdings sind die Testergebnisse der Stiftung Warentest nicht frei zugänglich, weshalb wir diese hier nicht veröffentlichen dürfen. Wenn Du wissen willst, wie welcher Sitz abgeschnitten hat und ob es einen Testsieger gibt, besuche folgende Seite: 507 Kinder­sitze im Test – Sicherheit für Ihr Kind.

Reboarder mit Gurtbefestigung im Test von ADAC

Der Allgemeine Deutsche Automobil-Club e. V hat jedes Jahr einen ausführlichen Kindersitz-Test auf seinem Programm.

Auch 2019 wurden wieder 18 Kindersitze genaustens überprüft und einem Crashtest unterzogen. Dabei war allerdings nur ein einziger Reboarder ohne Isofix: der Britax Römer Max-Way Plus. Dieser schnitt mit einer Gesamtnot von 4,0 beim Test ab. Die schlechte Benotung ist insbesondere wegen des Bedienungs-Kriteriums gegeben. Der Sitz hat eine erhöhte Gefahr der Fehlbedienung und ist aufwändig einzubauen. In puncto Sicherheit überzeugte der Max-Way Plus allerdings mit einer 2,0. Dennoch haben wir den Sitz aufgrund des schlechten Ergebnisses nicht in unsere obige Empfehlungsliste aufgenommen. Hier der Test in aller Ausführlichkeit: Britax Römer Max-Way Plus im ADAC-Test.

ADAC wie viele andere Experten des rückwärts gerichteten Transport für die ersten paar Lebensjahre: Reboarder-Kindersitz: Rückwärts ist sicherer

Dennoch hat der Verein leider bisher noch keinen Test durchgeführt, der speziell auf die Reboarder-Kindersitze gerichtet war. Wir rechnen aber damit, dass so ein Reboarder Test in den nächsten Jahren erscheinen wird.

Weiterführende Links und Recherchequellen:

Startseite – Der Reboard-Kindersitze e.V.

Flyer des Reboard-Kindersitze e.V.

Isofix – Wikipedia.org

Kindersitz – Wikipedia.org

Nett R. und Schindler V.: Aktuelle Forschungsergebnisse zur Kindersicherheit im Pkw. VDI Verlag 2001

Boris Schmidt, Kinder bis vier Jahre sollten rückwärts sitzen. FAZ, Nr. 112, Frankfurt am Main 2007, s. T3

Ulrike Doll, Barbara Maurer-Burkhard, Autokindersitze. Sicherheit für unsere Kinder. Huber Verlag, Bern 1998

Deutscher Verkehrssicherheitsrat e.V.: „Geschnallt?! Kinder als Mitfahrer im Auto“, Bonn 2008

Letzte Aktualisierung der Preise und Produktinformationen am 11.08.2020 / Bilder von der Amazon Product Advertising API/ Preis inkl. MwSt., zzgl. Versandkosten

Artikel zuletzt aktualisiert: 26.07.20
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